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Zeckenschutz beim Sport im Freien: Das sollten Jogger & Co. beachten

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Querfeldein, durch den Wald oder den Park – mit den warmen Temperaturen verlegen viele Jogger ihre Trainingsrunde nach draußen. Allerdings lockt der Sommer nicht nur Outdoor-Begeisterte ins Grün – auch Zecken haben Saison. Beim Sport im Freien ist daher auf einen ausreichenden Zeckenschutz zu achten.

Warum Outdoor-Sportler besonders gefährdet sind

Entgegen der weitverbreiteten Meinung, sie lassen sich von Bäumen fallen, lauern die zur Klasse der Spinnentiere gehörenden Zecken stattdessen im hohen Gras oder in Büschen, im Unterholz oder am Boden. Besonders an Waldrändern, Lichtungen oder in Parks sind sie anzutreffen – und auch im eigenen Garten.

Zecke auf einer Hand
Foto: Zecke auf einer Hand

Darum ist Zeckenschutz beim Sport so wichtig

Über den Biss der Zecke können verschiedene Krankheiten übertragen werden: Am bekanntesten sind die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Borreliose. FSME kann zu einer Hirnhaut- und Gehirnentzündung führen, die Infektionskrankheit Borreliose das Nervensystem oder die Gelenke befallen.
Damit nicht genug, bevorzugen Zecken feuchtwarme Gebiete. Wer im Freien läuft oder andere Outdoor-Sportarten treibt, ist damit einer erhöhten Gefahr ausgesetzt – denn Schweiß lockt die Spinnentiere an. Anhand bestimmter Signale, beispielsweise der im Schweiß enthaltenen Buttersäure, weiß die Zecke, dass ein potenzieller Wirt in der Nähe ist. Über kurze Distanz können sich Zecken dann sehr schnell bewegen – um auf den Wirt zu gelangen, müssen sie von diesem abgestreift werden.

Tipps zum Zeckenschutz beim Sport

Zunächst ist es beim Joggen & Co. ratsam, einen gewissen Abstand zu hohen Gräsern, Unterholz oder Gebüsch zu halten. Darüber hinaus können folgende Maßnahmen zum Zeckenschutz beim Sport beitragen:

  • Vor dem Sport ein Insektenschutzmittel auftragen. Häufig enthalten Anti-Zeckenmittel den natürlichen Wirkstoff Citriodiol. Dieser dient für einige Stunden der Vorbeugung vor Zecken- und Insektenstichen.
  • Strümpfe über die Laufhose und los! Geschlossene, lange Kleidung kann den Zeckenschutz beim Sport erhöhen. Um bei den sommerlichen Temperaturen nicht zusätzlich ins Schwitzen zu kommen, gibt es atmungsaktive Sportbekleidung.
  • Auf helle Kleidung setzen, denn auf dieser sind die Spinnentiere leichter zu erkennen.
  • Nach dem Aufenthalt im Freien sollten Sportler ihren Körper gründlich nach Zecken absuchen. Schwer einsehbare Körperstellen wie Achselhöhlen, Bauchnabel oder hinter den Ohren nicht vergessen.
  • Gefundene Zecken sollte man sofort entfernen. Denn je länger sich das Spinnentier festgebissen hat, desto höher die Gefahr von übertragenen Krankheiten. Zur Entfernung eignen sich spezielle Zeckenzangen oder -pinzetten. Achtung: Zecke gerade herausziehen!
    Zudem können sich Sportler, die in Risikogebieten von Zecken unterwegs sind – vor allem Bayern und Baden-Württemberg (Stand Mai 2016) –, gegen FSME impfen lassen. Eine Impfung gegen Borreliose ist bislang nicht möglich.

Joggen mit Hund – was ist zu beachten?

Zecken im Hundeohr
Foto: Zecken im Hundeohr

Hunde lassen sich kaum von hohen Gräsern oder Unterholz abhalten. Sportler, die mit ihrem Hund im Freien unterwegs sind, sollten daher bedenken, dass sich im Fell des Tieres ebenfalls Zecken festhalten können. Es besteht das Risiko, dass die Zecke vom Haustier auf das Herrchen übergeht – Streicheln und Kuscheln sollte daher erst nach gründlicher Untersuchung und eventueller Entfernung der Zecken erfolgen.

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