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Fett macht nicht unbedingt fett: die Ketogene Diät und mehr

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Der Glaube, dass Fett dick macht, bestand jahrzehntelang in unserer Gesellschaft: Wir wurden davor gewarnt, zu viel Öl oder Butter zu verwenden, da wir davon dick werden würden und die Herzkranzgefäße belastet würden. Nun haben verschiedene Studien und Forschungseinrichtungen diese Theorie widerlegt. Zwar sind nicht alle Fette gesund, aber einige können für den Körper und sogar das Abnehmen von Vorteil sein.

Dass ein Unterschied zwischen ungesättigten und gesättigten Fetten besteht, ist schon länger bekannt. Heute weiß man aber viel mehr über die beiden Fettarten und wie wichtig sie eigentlich für den Körper sind. Es gilt als veraltet, zu behaupten, dass gesättigte Fettsäuren grundsätzlich ungesund und ungesättigte gesund sind, denn beide werden täglich für den Stoffwechsel benötigt. Sie haben mehrere wichtige Funktionen, unter anderem regulieren sie den Blutzuckerspiegel und helfen bei der Aufnahme wichtiger fettlöslicher Vitamine wie der Vitamine A, D, E und K.

Die Ketogene Diät und weitere fettreiche Diäten

Egal, ob es verschiedene Pastasorten, Caprese, Prosciutto oder Tortellini sind: Mediterrane Kost wie die italienische Küche nutzt reichlich Öl und andere Fette und gilt gerade deswegen als sehr gesund. Fettreiche Diäten wie die Atkins Diät aus Amerika sind seit langem beliebt und konnten durch modernes Wissen noch weiter verbessert werden. Die modernere Ketogene Diät liegt im Trend und wird von gesundheitsbewussten Menschen und sogar von Bodybuildern empfohlen. Hierbei handelt es sich um eine Diät, bei der viel Fett, etwas weniger Proteine und eher wenig Kohlenhydrate eingenommen werden. Die Mengen an Fett, Protein und Kohlenhydraten sind dabei, ähnlich wie beim Kalorienzählen, ziemlich genau festgelegt. Der Sinn bei der Diät ist es, dass der Körper überschüssiges Fett als Energie verwendet und damit Kohlenhydrate ersetzt. Die Beliebtheit der Diät spricht für ihren Erfolg und bestimmte Studien zeigten deutliche Erfolge beim Abnehmen.

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Studien belegen die Vorteile von fettreichen Diäten

Eine Studie an der University of California zeigte die Vorteile von fettreichen Diäten. Hierfür wurden Mäuse in drei Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe bekam eine Diät verabreicht, die einen hohen Anteil an Kohlenhydraten enthielt, eine zweite ernährte sich von einer geringen Menge an Kohlenhydraten sowie einer hohen Menge an Fett und eine dritte Gruppe nahm die Ketogene Diät ein. Die Kalorienanzahl war bei allen Mäusen aber dieselbe. Das Ergebnis war eine längere Lebenszeit bei Mäusen der Gruppe, die mehr Fett anstelle von mehr Kohlenhydraten zu sich genommen hatte. Bei Menschen wären das sieben bis zehn Jahre, sagt Jon Ramsey, der an der Studie mitwirkte. Jedoch genauso bedeutend sei die Tatsache, dass die Mäuse während der späteren Lebenszeit einen guten Gesundheitszustand bewahrt hatten. Die Mäuse, die die Ketogene Diät eingenommen hatten, zeigten auch Verbesserungen bei der motorischen Funktion und waren weniger anfällig für Tumore.

Es muss allerdings gesagt werden, dass die Ketogene Diät nicht für jeden geeignet ist. Vor allem bei einigen Frauen kann sie zu Hormonschwankungen führen. Egal, ob es eine Ketogene Diät sein soll oder nicht, die Vorteile sprechen für Ernährungsweisen, die mehr Fett anstelle einer höheren Menge an Kohlenhydraten enthalten. Leckere Gerichte wie Tortellini mit Käse oder gebratenes Hähnchenfleisch sind also durchaus möglich – so lange die Menge an Kohlenhydraten niedrig gehalten wird. Bei der italienischen Küche sollte man also auf Gerichte mit wenig Teig setzen und bei Fleisch- oder Fischgerichten sollte nebenher auch auf die Menge an Proteinen geachtet werden, um die richtige Verteilung der Nährstoffe aufrechtzuerhalten.

 


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