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Jogger und Hunde ein ambivalentes Verhältnis

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Jogger und Hunde ein ambivalentes Verhältnis
Jogger und Hunde ein ambivalentes Verhältnis | (CC BY-NC-ND 2.0) Von kh1234567890 auf Flickr

Wir alle kennen die Situation als Jogger im Park, wenn uns ein großer Hund fast den Weg versperrt und die Hundehalter sorglos durch die Gegend laufen. Wie soll man sich also als Läufer verhalten, der keine Lust hat gebissen zu werden? Im folgenden möchte ich euch meine Erfahrungen mit dem Thema berichten.

Dresden – Für mich als Jogger ist es immer schwierig folgende Situation einzuschätzen. Ich laufe also durch das Bienert Wäldchen in Dresden-Löbtau und ca. 50 meter vor mir, sehe ich schon einen großen Kampfhund mit einer relativ zierlichen Hundehalterin am anderen Ende der Leine. Beide sehen mich natürlich nicht von hinten ankommen, schließlich hat man ja keine Augen am Hinterkopf.  Weder der Hund, noch die Hundehalterin, machen auf  mich einen vertrauenerweckenden Eindruck, letztere nur, weil sie mir zu zierlich für den muskulösen Hund erscheint. Wird sie mich hören und entsprechend reagieren? Hatm ich der Hund schon entdeckt? Ist er ein berüchtigter Jogger-Jäger, oder will er doch nur Spielen?

Ein paar Tipps zu  Jogger vs. Hunde

Innerhalb von Sekundenbruchteilen, entschiede ich also langsamer zu werden und ein bisschen mehr meine Schuhe auf dem Boden zu schleifen,um so auf mich aufmerksam zu machen. Manchmal,wenn ich noch genug Atem zum sprechen habe, grüße ich freundlich. Beides hilft eigentlich sehr gut und die meisten Hundehalter haben Verständnis für die Situation.

Oft hilft auch einfach so zu tun, als wenn kein Hund in der Nähe ist, bzw. ihn komplett zu ignorieren. Ich weiß, dass das für manch Hundephobikern sehr schwierig sein wird, aber es hilft in den allermeisten Fällen wirklich sehr gut. Im Zweifel würde ich einfach umdrehen, oder woanders lang laufen.  Besonders brenzlich wird es, wenn der Hund nicht an der Leine ist und obendrein verspielt. Durch verspielte Hunde und panische Läufer entstehen unglückliche Missverständnisse, die zu vermeiden gilt.

Wenn es nach mir ginge, würde ich sämtliche großen Kampfhunde für Privatpersonen verbieten, da diese doch nur aus Prestigegründen und weniger aus Interesse am Tier solch einen Hund halten.

Welche Erfahrungen habt ihr mit Hunden auf eurer Laufstrecke gemacht?

 

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1 Comment

  1. Marten Schulz
    28. September 2012 at 18:56 — Antworten

    Als Wanderer, Mountainbike-Fahrer, Hundebesitzer und – nein leider nicht Läufer auch ich zu dem Thema NATÜRLICHeine Meinung. Und dies eigentlich relativ einfach: Idioten gibt es einfach überall. Bei Wanderern, Mountainbike-Fahrern, Hunde-Besitzern, Läufern, …. Ich denke die Liste ließe sich beliebig fortsetzen.

    So verstehe ich es als Mountainbike-Fahrer UND Hunde-Besitzer immerhin jetzt ganz gut, wo die Probleme der einzelnen Gruppen liegen. Deiner Idee mit dem „Füße schleifen lassen“ oder irgendwie anderweitig RECHTZEITIG bemerkbar machen ist da schon mal Gold wert.

    Und um wieder zu den Idioten zu kommen: NATÜRLICH gibt es Radfahrer oder auch Läufer, die leise, aber mit einem Affenzahn angekachelt kommen, kurz vorher abbremsen, um dann sofort über DIE Hunde-Besitzer lauthals herziehen. Und NATÜRLICH gibt es Hunde-Besitzer,die sich einen feuchten Kerricht darum kümmern, dass es noch Andere (Menschen wie Tiere) in ihrem Umfeld gibt. Beiden gemeinsam ist meiner Meinung nach, das diesen IHRE Freiheit VIEL wichtiger ist, als die der anderen.

    Die Konsequenz daraus für mich als Hundebesitzer: Sobald wir an Jemandem vorbei wollen oder eben diese an uns, haben unsere Hunde bei Fuß zu laufen. Uund ja: Auch mir passiert es Mal, dass ich das nicht rechtzeitig merke, schaffe oder einer unserer beiden Hunde nicht perfekt „funktioniert“.

    Wenn ich mit dem Fahrrad unterwegs bin, habe ich mich eben rechtzeitig mit meiner Klingel oder mit meiner Stimme (die ich ja meistens dabei habe) bemerkbar machen. Gelingt das nicht rechtzeitig, muss ich eben mal in Kauf nehmen langsamer zu werden oder vielleicht sogar kurz anzuhalten.

    Ich erwarte aber, jetzt wieder als Hundehalter, von anderen Menschen, dass sie sich ein wenig Sachkenntnis in Bezug auf das Mitgeschöpf Hund aneignen, um so nach Möglichkeit ihr vierbeiniges Gegenüber besser einschätzen zu können.

    Womit ich nun leider auch nochmal zu Dir persönlich und Deinen Ausführungen zu den Kampfhundenkommen muss: Ja, es gibt leider Viele von diesen Kleingeistern, die die eigene, vermeintlich fehlende Schwanzlänge mit etwas „großem, starkem“ zu kompensieren versucht. Also zum Beispiel eben einen so genannten „Kampfhund“ oder gerne auch mal einem dickes Auto.

    Nur können die Hunde für diese (da haben wir den Begriff wieder) Idioten rein gar nichts. Der Spruch ist bestimmt nicht von mir, was aber nichts daran ändert, dass er der Wahrheit entspricht: Das Problem liegt nicht beim Hund, sondern am anderen Ende der Leine.

    Was gerade die von Dir in Deinem Artikel hervorgehobenen Staffortshiere-Terrier oder auch die Bull-Terrier angeht (die ich beide persönlich nicht sonderlich schön finde), so habe ich gerade, was das angeht ein sehr schönes Gegenargument: Diese Hunde haben in England nämlich noch einen zweiten, sehr netten Namen. Sie werden dort oft „Nanny-Dogs“ genannt, weil sie von ihrem Wesen her (soweit sie nicht von irgendeinem Idioten verkorkst wurden) extrem verträglich und gutmütig sind.

    Letztendlich kann ich Dir jedoch in einer Sache Recht geben: „Kleine“ Menschen, um es genauer zu sein Kinder sind in meinen Augen bis zu einem gewissen Alter definitiv nicht dazu geeignet, alleine mit einem Hund Gasse zu gehen. Hier bei uns in Nordrhein-Westfalen kann ich auch ganz klar sagen, dass zumindest die so genannten „Anlage-2-Hunde“ (schwerer als 20 Kilo und/oder höher als 40 Zentimeter Schulterhöhe, also letztendlich alles, was keine so genannte „Fuß-Hupe“ ist) von Kindern oder Menschen ohne so genannten „Sachkunde-Nachweis“ nicht geführt werden dürfen. Was ich persönlich auch absolsut richtig finde und was meiner Meinung nach auf ALLE Hundehalter ausgeweitet gehört.

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