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Walken statt Laufen

Walken statt Laufen
She looks off to distant scene, Piedmont

Geht es um Bewegung und Ausdauersport, wird fast immer Jogging als erste Sportart genannt. Viele Menschen können damit jedoch nichts anfangen und werden gleich abgeschreckt. Für sie gibt es eine gute Nachricht: Walken ist sogar effektiver

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Vom guten alten Spaziergang zum Trendsport Walken

Der Spaziergang gehört zu den ältesten Fitnessprogrammen der Welt. Vor der Erfindung öffentlicher Transportmittel wie Bussen und Trambahnen, vor dem Auto und dem Fahrrad, waren die Füße schließlich das einzige Fortbewegungsmittel der immer weiter wachsenden Stadtbevölkerung. Für die Menschen des 18. oder 19. Jahrhunderts war es völlig normal, täglich mehrere Kilometer zu Fuß zum Arbeitsplatz im Stadtzentrum zu gehen und abends wieder zurück. Mit dem Aufkommen neuer Transportmittel wurde der Spaziergang dann zunehmend zum Luxus und spätestens im ausgehenden 20. Jahrhundert durch neue Trends wie Jogging und das Workout im Fitness-Studio abgelöst. Mittlerweile wird der Spaziergang unter dem englischen Namen Walken wieder neu entdeckt. Walken soll dabei implizieren, dass es sich eben nicht um einen gemütlichen Bummel handelt, sondern um zügiges Voranschreiten.

Eine umfangreiche Sportausrüstung ist nicht notwendig. Wichtig sind nur bequeme Laufschuhe, die auch bei langen Spaziergängen über Stock und Stein nicht drücken oder reiben. Wer mag, der zieht dazu ruhig die Lieblingsjeans und ein T-Shirt an. Noch besser ist jedoch eine einfache Sporthose, die nirgendwo drückt und jede Bewegung mitmacht.

Warum Walken statt Joggen?

Jogging-Liebhaber schwören auf das Laufen, doch mindestens genauso groß ist die Zahl der Menschen, die einfach nichts damit anfangen kann. Sie geraten schnell außer Atem, leiden unter Seitenstechen und unter schweren Beinen. Da hilft auch kein Versprechen, dass es irgendwann besser wird, wenn sich der Körper daran gewöhnt hat. Tatsächlich liegt das Laufen dem Menschen nicht in den Genen. Der menschliche Körper ist konstruiert, um lange Strecken gehend zurückzulegen: Der Spaziergang ist damit die natürlichste Art der Fortbewegung.

Seine Rehabilitation als gesunder Sport ist vor allem auf eine umfangreiche Studie des Lawrence Berkeley National Laboratory mit 48.000 Teilnehmern zurückzuführen: Dabei stellte sich heraus, dass Joggen und Walken genau die gleichen Muskelgruppen ansprechen. Das Risiko für Bluthochdruck und eine koronare Herzkrankheit sank bei den Walkern sogar stärker als bei den Joggern. Zwar ist der Kalorienverbrauch beim flotten Spaziergang geringer als beim Jogging, doch wer das Walken dauerhaft als Hobby begreift, nimmt auf lange Sicht natürlich mehr ab, als derjenige, der nach dreimal Jogging entnervt aufgibt und sich wieder aufs Sofa zurückzieht. Also raus auf die Straße und einfach mal flott eine Stunde Walken!

Bild: ©istock.com/AscentXmedia


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