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So viel Körperfett ist perfekt

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Zu viel Körperfett am Bauch
Zu viel Körperfett am Bauch

Als ich angefangen habe mit meiner Diät und meinem Training, waren die Fortschritte recht schnell zu sehen. Doch irgendwann wurden sie langsamer, weil ich den Punkt erreicht habe, wo der Muskelaufbau den Fettabbau im Gewicht ausgeglichen hat. Wer auf diesen Punkt nicht vorbereitet ist, und nirgendswo Rat bekommt, beginnt an sich und seinen Leistungen zu Zweifeln. Zum Glück gibt es für dieses Problem eine Lösung.

Die kontrollierte Gewichtsreduktion in Kombination mit Sport ist der beste Weg sein Körpergewicht nachhaltig zu verringern. Den Fortschritt sollte man nicht an seinem Gewicht auf  einer normalen Körperwaage messen. Das Körpergewicht auf der Waage sagt so gut wie nichts über den Fitnessstand eines Menschen aus. Etwas besser als nur das Gewicht, ist der Blick auf den Body Mass Index (BMI), doch auch dieser kann einem nur nährungsweise den Fitnessstand eines Menschen anzeigen.  So kann z. B. ein durchtrainierter Bodybuilder/Kraftsportler für die Private Krankenkasse einen zu hohen BMI haben, und wird dann, aufgrund dieses Wertes nicht in die Privatekrankenversicherung aufgenommen, weil er auf dem Papier z.B. als Fettleibiger der Klasse I, II oder III eingestuft wird,  weil der BMI eben nur das Gewicht und die Körpergröße in Bezug setzt.

Ja, so mancher Arzt behauptet, dass die “normal” BMI Werte von der Pharmaindustrie zu streng gesetzt werden, weil man hier so auf leichte Art und Weise seinen Markt vergrößern kann. Je mehr als Fettleibg gelten, umso mehr Diät-Therapien und Medikamente kann man eben verkaufen, aber das nur so weit am Rande.

So ermittelt man den Körperfettanteil

Caliper
Ein Caliper

Dieses Beispiel zeigt schon wie ungenau dieser Wert wirklich ist. Am aussagekrätigsten ist tatsächlich der Körperfettanteil.

  1. Es gibt mehrere Möglichkeiten diesen zu ermitteln. Der Körperfettrechner hier im Shape Blog beruht zum Beispiel auf die simple US-Navy Methode. Im Grunde misst man dabei nur den Bauchumfang, bei den Frauen kommt noch der Hüftumfang dazu, setzt diesen dann noch im Bezug zur Körpergröße, und das war es dann auch schon. Diese Methode ist die einfachste, aber auch noch recht ungenau, immerhin noch besser als der BMI.
  2. Dann gibt es noch Körperfettwaagen die man schon ab 30 € bekommt, allerdings sind diese Waagen nicht wirklich geeicht, was auch die recht günstigen Preise erklärt. Mit schwachen Strömen die idealerweiser durch den ganzen Körper fließen, wird anhand der Widerstandswerte, das Körperfett ermittelt. Allerdings messen die meisten billigen Körperfettwagen nur den Fettanteil am Unterkörper. Es gibt teurere Körperfettwaagen mit Handsensenoren, die man z. B.  an der Wand befestigen kann. Diese Waagen messen auch den Körperfettanteil an den Armen.  Meine günstige Körperfettwaage zeigt grundsätzlich immer andere Werte an. Also nehme ich die Werte dieser Waage nicht wirklich für voll.
  3. Die wohl beste Methode, um seine Körperfett zu messen ist mit einem Caliper. Der Arzt ermittelt mit so einem Messgerät, das einer Zange ähnelt, den Körperfettanteil. Es ist die genauste Methode, um seinen Körperfettanteil zu messen. Auch eine Schieblehre, die vom Prinzip her auch ein Caliper-Zange ist, kann man verwenden. Bei dieser Methode wird der Abstand an bestimmten Hautfalten gemessen, z.b. seitlich an der Brust, am Bauch und am Oberschenkel.

Perfekter Körperfettanteil bei Männern

Altergutmittelhoch
20 – 2414,91923,3
25 – 2916,520,324,3
30 – 341821,525,2
35 – 3919,322,626,1
40 – 4420,523,626,9
45 – 4921,524,527,6
50 – 5922,725,628,7
> 6023,326,229,3

Perfekter Körperfettanteil bei Frauen

Altergutmittelhoch
20 – 2422,12529,6
25 – 292225,429,8
30 – 3422,726,430,5
35 – 392427,731,5
40 – 4425,629,332,8
45 – 4927,330,934,1
50 – 5929,733,136,2
> 6030,73437,3
Angaben in %

Übrigens mein eigener Körperfettanteil beträgt nach der US-Navy Methode 28,2 % und laut meiner Körperfettwaage sogar 38,2 %. Also die Differenz von 10 % macht mich schon etwas stutzig und zeigt, wie ungenau diese Methoden sind. Ich werde mir wohl, über kurz oder lang auch einen Caliper zulegen.

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3 Comments

  1. 15. September 2012 at 12:51 — Antworten

    Hi Sammy,

    bin zufällig über deinen Blog gestolpert und muss sagen: Cool 🙂

    Da ich selbst Bodybuilder bin, kann ich ein Lied davon singen, wie Krankenversicherungen mit dem BMI haushalten.

    Mein BMI liegt im Bereich “übergewichtig”. Mein Körperfettanteil im Bereich “sehr gut”. Das Argument meiner Krankenversicherung: “Wenn sie so einen niedrigen Körperfettanteil haben, machen sie Leistungssport und somit ist ihr Risiko genauso groß”… Häh?

    Naja, wie dem aus sei… Wir machen das schließlich für unsere Gesundheit 🙂

    Ich wünsche dir viel Erfolg bei deinen Trainingsbemühungen.

    Mit besten Grüßen

    Thomas

    • 15. September 2012 at 15:50 — Antworten

      Hi Thomas,

      schön von Dir zu lesen. Ich kenne Deinen Blog, und auch er hat mich ein wenig dazu inspiriert, meinen Trainingsalltag ins Netz zu stellen.

  2. Marlon
    22. April 2016 at 11:05 — Antworten

    Super Problemlösung und wirklich toll, dass du das deiner Community kostenlos zur Verfügung stellst! Kenne viele die sich nämlich genau in dieser riskanten Situation befinden.

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