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Trainingsraum zu Hause einrichten – Welche Geräte kaufen?

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trainierter Frauen Rücken

Wenn man einmal hochrechnet, wie viel Geld für den Beitrag im Fitnessstudio in zwei Jahren ausgegeben wird, schlägt oft eine mittlere dreistellige Summe zu Buche. Dieses Geld kann ebenso in ein paar Geräte in den eigenen vier Wänden investiert werden. Die Rede ist von einem eigenen Trainingsraum daheim. Vorausgesetzt der nötige Platz ist vorhanden, sind folgende Geräte für eine Grundausstattung immer ratsam.

Gewichte vs. Maschinen vs. Training mit dem Körpergewicht

Grob lässt sich das Fitnesstraining in drei Kategorien einteilen. Sie alle bieten Vor- und Nachteile.

Training mit Gewichten: Sie bieten eine Vielfalt an Übungsmöglichkeiten an. Absolute Anfänger sollten mit sehr niedrigem Gewicht beginnen und sich nur langsam steigern. Es besteht ein erhöhtes Verletzungsrisiko. Dafür sind Hanteln und Hantelstangen relativ günstig im Einkauf und verschleißen so gut wie nie.

Training mit Maschinen: Teurer im Einkauf, dafür mehr Komfort und Sicherheit in der Handhabung beim Ausführen der Bewegung. Vorteilhaft um einzelne Muskelgruppen isoliert zu trainieren. Größere Maschinen sind nicht so leicht zu bewegen und platzintensiv.

Training mit dem Körpergewicht: Auch Calisthenics genannt. Hierbei kommen weder Gewichte noch Maschinen zum Einsatz. Ideal für Personen mit hohem Übergewicht. Einfachste Übungen wie Liegestütze und Kniebeugen machen den Anfang. Statt nur einem Muskel, werden häufig ganze Muskelgruppen aktiviert. Zum Einstieg sind kaum bis gar keine Geräte notwendig. Also sehr günstig um sich daheim fit machen zu können.

In der Praxis empfehlen wir eine Kombination aus zwei dieser Gruppen. Einfach um das Training zu Hause abwechslungsreich zu gestalten und die notwendigen Reize zum Muskelwachstum zu setzen.

Den Boden im Sportraum schützen

Egal ob nun Maschinen, freie Gewichte oder nur der eigene Körper den Boden im Trainingsraum belasten, es gilt eben diesen zu schützen. Hierfür gibt es sogenannte Trainingsmatten oder auch Puzzlematten genannt. Das kommt daher, weil sie sich wie ein Puzzle zusammensetzen lassen. Dicken zwischen 3 und 5 mm sind üblich. Einfach mal ausmessen und dann ein entsprechendes Set für den Sportraum bestellen. Trainingsmatten sind flexibel und lassen sich einfach mit einer Schere anpassen.

5 unverzichtbare Trainingsgeräte für daheim

Hier nun unsere fünf persönlichen Empfehlungen, welche Trainingsgeräte für zu Hause gekauft werden sollten. Nicht unbedingt alle auf einmal, aber vielleicht eines pro Monat. Damit steht dann die Grundausstattung, welche sich je nach Bedarf schrittweise erweitern lässt.

Die Klimmzugstange

Viele wollen sofort mit Gewichten oder einer Maschine einsteigen. Mit einer Klimmzugstange erhält man ein kompaktes Sportgerät, welches jedoch eine Vielzahl von Übungen erlaubt. Vorausgesetzt es wurde die richtige Klimmzugstange ausgewählt. Sie sollte zwei bis drei Griffpaare besitzen, um die Handstellung variieren zu können.

Zur Nutzung daheim gibt es drei Lösungen. Ein Türreck, eine Klimmzugstange für die Wandmontage oder an der Decke. Es sollte jenes Modell gewählt werden, welches den besten Halt bietet. Oft sind Decken herabgesetzt, dahinter hohl und somit wenig tragfähig. Dasselbe gilt für eingesetzte Trockenbauwände. Dann bleibt nur das Türreck. Aber bitte keines zum Eindrehen, sondern lieber zum Einhängen. Das gewährt ein hohes Maß an Stabilität und Sicherheit. Außerdem kann das Türreck nach der Benutzung wieder abgenommen und platzsparend verstaut werden.

Ein Hantel Set

Nun zu den Gewichten, wobei ein simples Hantel Set nie verkehrt ist. Bestehend aus zwei Kurzhanteln und einer Langhantel, plus 10 bis 20 kg an Gewichtsscheiben. Vollkommen ausreichend um seinen Körper zu stärken. Mehr Kilogramm können später immer noch dazu gekauft werden. Hanteln und Scheiben nutzen sich in der Regel nicht wirklich ab. Sie bleiben ein Leben lang erhalten.

Eine Hantelbank

Um mit den Hanteln nicht nur frei trainieren zu können, ist eine Hantelbank ratsam. Am besten mit einer Aufnahme für die Langhantel, um bspw. Bankdrücken für die Brustmuskeln trainieren zu können. Die Hantelbank eignet sich zudem für verschiedene Übungen welche auf die Bauchmuskulatur abzielen. Ansonsten dient sie auch gern mal als zusätzlicher Halt beim Training mit den Kurzhanteln.

Der Gymnastikball – Pezziball

Und nun gehen wir weg von den Gewichten und kehren zum Körpergewichtstraining zurück. Für Männer mag es ein wenig albern klingen, aber ein Gymnastikball sollte nicht unterschätzt werden. Dank der hier möglichen Übungen, lassen sich Bauchmuskeln und unterer Rücken sehr effizient trainieren. Folgendes Video zeigt ein paar Beispiele, was mit so einem Pezziball alles möglich ist:

Ein Faszienroller – Foam Roller

So schön das Training der Muskeln und die gezielte Fettverbrennung auch sind, alle Übungen stellen eine zusätzliche Belastung für den Körper dar. Dadurch können mit der Zeit erhebliche Verspannungen entstehen. Verbunden mit vielleicht sowieso schon durch den Arbeitsalltag vorhandenen Blockaden, wird es irgendwann sehr schmerzhaft.

Ein Faszienroller, auch Foam Roller genannt, ersetzt zwar keinen Physiotherapeuten, aber so lässt sich den Verspannung aktiv in Eigenregie entgegenwirken. Es handelt sich dabei um eine harte Schaumstoffrolle mit Profil. Über diese werden langsam einzelne Körperpartien wie der Rücken, die Schultern oder die Beine gerollt. Auf diese Weise übt der Faszienroller einen gewissen Druck auf die Verspannungen aus, ähnlich einem Massageeffekt und regt die Durchblutung an.

Darüber hinaus gibt es noch eine Vielzahl von Übungen, mit denen gezielt gegen gewisse Beschwerden im Trainingsraum daheim vorgegangen werden kann. Siehe folgendes Video:

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