Protein, Kreatin & Co.: Welche Supplements ich nutze

Sammy Zimmermanns mit Shaker und seinen Supplement-Produkten – KI-Illustration nach eigenen Fotos

Bild: KI-generierte Illustration nach Referenzfotos von Sammy und seinen Produkten; Verpackungsdetails können abweichen.

Ich nutze selbst Proteinpulver und Kreatin. Dazu kommen Kollagen, Vitamin D, B-Vitamine, Spirulina und Chlorella sowie Elektrolyt-Pulver. Nahrungsergänzungsmittel sind für mich also auch ein persönliches Thema. Umso interessanter finde ich die Frage, welche Produkte gerade stärker nachgefragt werden – und was solche Trends für die eigene Auswahl überhaupt aussagen.

Eine aktuelle idealo-Auswertung liefert dazu einen Anlass. Besonders bei Sportnahrung gibt es deutliche Zuwächse. Ich nehme die Zahlen zum Anlass, meine Supplement-Liste vorzustellen und die Unterschiede zwischen Eiweißpulver, Kreatin, Vitaminen und Algenprodukten einzuordnen.

Whey und Kreatin: Das zeigt die idealo-Auswertung 2026

Im Supplement-Check von idealo werden für Januar bis August 2026 folgende Veränderungen gegenüber denselben Monaten 2025 genannt:

Von idealo berichtete Nachfrageentwicklung, Januar bis August 2026 gegenüber Januar bis August 2025
ProduktgruppeVeränderung
Whey-Proteinrund +128 Prozent
Elektrolyterund +91 Prozent
Kreatinrund +44 Prozent
Kohlenhydrat-Gelsrund +19 Prozent

Das sind Nachfrageangaben von idealo, keine Verkaufszahlen für den gesamten deutschen Markt. Die Prozentwerte zeigen relative Veränderungen, keine absoluten Mengen. Und aus einem starken Anstieg lässt sich weder ein persönlicher Nährstoffbedarf noch die Wirksamkeit eines Produkts ableiten.

Die praktische Frage bleibt deshalb: Welche Aufgabe soll eine Ergänzung bei mir erfüllen? Ein Proteinpulver, ein Vitaminpräparat und ein Elektrolytgetränk lassen sich dabei nicht über einen Kamm scheren.

Mein Proteinpulver: Sportness Protein 90 mit neutralem Geschmack

Aktuell nehme ich den Sportness Protein 90 Shake von dm in der Variante „neutraler Geschmack“. Laut dm-Zutatenliste enthält er eine Mischung aus Milch- und Sojaeiweiß und ist kein reines Whey-Pulver.

Whey bezeichnet Molkenprotein aus Milch. Die idealo-Zahlen zu Whey betreffen diese Produktgruppe. Ein Proteinshake kann eine unkomplizierte Möglichkeit sein, Eiweiß zu ergänzen; eine Pflicht nach jeder Trainingseinheit ergibt sich daraus nicht. Das NIH-Faktenblatt zur Sporternährung ordnet die verschiedenen Proteinquellen ein.

Wie viel Eiweiß sinnvoll ist, hängt unter anderem von Trainingsumfang und Trainingsziel ab. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung unterscheidet zwischen moderatem Breitensport und ambitionierterem Training. Sie betont außerdem die Versorgung über Mahlzeiten und eine Verteilung über den Tag.

Für die Auswahl heißt das: zuerst die gesamte Ernährung betrachten. Quark, Joghurt, Eier, Hülsenfrüchte oder Tofu können ebenfalls Eiweiß liefern. Wer seinen Bedarf darüber gut deckt, muss zusätzliches Pulver nicht allein deshalb kaufen, weil es im Fitnessbereich gerade besonders gefragt ist.

Wer verschiedene Pulver vergleicht, sollte auf den Eiweißgehalt und die Zutaten schauen. Ein niedriger Preis pro Kilogramm Pulver sagt noch nicht, wie viel Eiweiß man dafür bekommt. Auch Geschmack und Verträglichkeit entscheiden darüber, ob ein Produkt im Alltag überhaupt praktisch ist.

Kreatin: Ein anderer Zweck als beim Proteinshake

Auch Kreatin nutze ich selbst. Es übernimmt eine andere Aufgabe als Whey: Kreatin ist an der schnellen Energiebereitstellung im Muskel beteiligt. Gut untersucht ist sein Einsatz bei wiederholten kurzen, intensiven Belastungen, etwa im Krafttraining. Kreatinmonohydrat ist die am häufigsten untersuchte Form. Ein gleich großer Nutzen für lange, gleichmäßige Ausdauerbelastungen lässt sich daraus nicht ableiten. Diese Unterscheidung beschreibt ebenfalls das NIH-Faktenblatt.

Die Verbraucherzentrale weist auf mögliche Magen-Darm-Beschwerden und eine Gewichtszunahme durch Wasser in den Muskelzellen hin. Gerade beim Abnehmen ist die Unterscheidung zwischen Körpergewicht und Körperfett hilfreich. Bei Nierenerkrankungen oder anderen relevanten Vorerkrankungen gehört die Einnahme vorab ärztlich besprochen.

Kollagen, Vitamin D und B-Vitamine: Was ich außerdem nutze

Meine Ergänzungen beschränken sich nicht auf die klassischen Produkte aus dem Kraftsportregal. Auch Kollagen, Vitamin D und B-Vitamine gehören dazu. Diese persönliche Liste ist allerdings kein Einnahmeplan für andere Menschen.

Kollagen

Ich nutze Kollagen als Nahrungsergänzung. Ein Versprechen für bessere Haut, schmerzfreie Gelenke oder eine schnellere Regeneration verbinde ich damit in diesem Artikel nicht. Solche Aussagen müssten jeweils für den konkreten Zweck, das untersuchte Produkt und die betreffende Personengruppe belegt werden. Meine Nutzung allein ist dafür kein Nachweis.

Vitamin D: Mein niedriger Spiegel wurde im Bluttest festgestellt

Bei Vitamin D gibt es bei mir einen konkreten Hintergrund: Mein Spiegel liegt tendenziell zu niedrig. Das wurde auch ärztlich durch einen Bluttest festgestellt. Deshalb supplementiere ich Vitamin D.

Ich bin eher ein südländischer Typ mit etwas bräunlicherer Haut. Außerdem verbringe ich als Programmierer und SEO beruflich viel Zeit in Innenräumen und komme im Alltag nicht so oft ans Sonnenlicht. Ich vermute, dass meine Hautpigmentierung und die begrenzte Zeit draußen dabei mit hineinspielen.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung beschreibt Hauttyp, Aufenthaltsdauer im Freien, Breitengrad und Jahreszeit als Einflussfaktoren auf die Vitamin-D-Bildung. Bei stärker pigmentierter Haut kann diese unter gleichen Bedingungen geringer ausfallen. In Deutschland reicht die UVB-Strahlung besonders im Herbst und Winter oft nicht für eine ausreichende Bildung aus. Welche Faktoren meinen persönlichen Wert wie stark beeinflussen, lässt sich aus dem Bluttest allein nicht ablesen.

Für die Auswahl und Dosierung ist der individuelle Befund entscheidend. Vor hohen Einzeldosen im Abstand mehrerer Tage oder Wochen warnt das BfR ausdrücklich; solche Anwendungen gehören unter ärztliche Kontrolle.

B-Vitamine

Auch B-Vitamine nutze ich ergänzend. Bei Kombinationspräparaten lohnt sich ein Blick auf jeden einzelnen Inhaltsstoff und die Mengen in weiteren Produkten. Besonders bei Vitamin B6 ist eine dauerhaft hohe Zufuhr problematisch: Die EFSA-Bewertung zu Vitamin B6 beschreibt das Risiko einer Schädigung peripherer Nerven. Die Aufschrift „B-Vitamine“ allein reicht deshalb nicht aus, um ein Präparat zu beurteilen.

Spirulina und Chlorella: Meine Liste enthält auch Algenprodukte

Spirulina und Chlorella nutze ich ebenfalls als Nahrungsergänzungsmittel. Bei solchen Produkten sollte man die tatsächlichen Nährstoffmengen pro Portion betrachten. Die Produktbezeichnung allein zeigt noch nicht, welchen Beitrag das Präparat zur eigenen Versorgung leistet.

Besonders relevant ist die Abgrenzung zu Vitamin B12. Die DGE erläutert, dass bei Algen und Produkten mit Cyanobakterien sowohl die B12-Mengen als auch die enthaltenen Formen und deren Verfügbarkeit problematisch sein können. Solche Produkte sind deshalb keine pauschal verlässliche Alternative zu einer gezielten B12-Versorgung. Wer vegan lebt, sollte sich dafür an den Empfehlungen zur B12-Supplementierung orientieren.

Begriffe wie „Detox“ oder pauschale Abnehmversprechen helfen bei dieser Einordnung wenig. Aussagekräftiger sind nachvollziehbare Angaben zum konkreten Produkt und seinem vorgesehenen Zweck.

Elektrolyte: Ich nutze HOLY Hydration und Pulver aus dm

Auch bei Elektrolyten habe ich eigene Vorlieben: Ich nutze die Hydration-Pulver von HOLY sehr gerne. Außerdem greife ich zu anderen Elektrolyt-Pulvern, die ich bei dm kaufe. Damit ist auch diese Produktgruppe aus der idealo-Auswertung für mich ein Thema aus dem eigenen Alltag.

Für die Einordnung zählen Dauer und Intensität der Belastung, Hitze und die individuellen Schweißverluste. Beim Vergleich verschiedener Pulver lohnt sich zudem ein Blick auf die Zusammensetzung und die Angaben pro fertig zubereitetem Getränk.

Bei langen Ausdauerbelastungen können Natrium und Kohlenhydrate im Getränk sinnvoll sein. Nach vielen kürzeren Einheiten lassen sich Flüssigkeit und Elektrolyte dagegen über Getränke und normale Mahlzeiten wieder zuführen. Die DGE-Position zum Flüssigkeitsmanagement betont eine angepasste Versorgung. Sowohl zu wenig als auch übermäßig viel Flüssigkeit können problematisch sein.

Was du aus meiner Supplement-Liste mitnehmen kannst

Ich nutze mehrere Nahrungsergänzungsmittel und finde es sinnvoll, offen darüber zu schreiben. Für dich ist aber die Frage entscheidend, was zu deiner Ernährung, deinem Training und deiner gesundheitlichen Situation passt.

Vor einem Kauf helfen drei Fragen: Welchen Zweck soll das Produkt erfüllen? Was liefern meine Mahlzeiten und bereits verwendeten Präparate? Woran würde ich erkennen, dass die Ergänzung für mich sinnvoll ist? So wird aus einer langen Liste eine begründete Auswahl.

Die aktuellen Nachfragetrends liefern einen interessanten Gesprächsanlass. Die Entscheidung für ein Supplement sollte sich am eigenen Bedarf orientieren – und darf auch anders ausfallen als meine.

Dieser Beitrag stellt meine persönliche Nutzung und allgemeine Informationen dar. Er enthält keine individuelle Einnahme- oder Dosierungsempfehlung.

Sammy Zimmermanns
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