Krafttraining mit Hin- und Rückweg: Meine Fitness-App im Praxistest

KI-Illustration: Sammy Zimmermanns im Fitnessstudio mit Smartphone und grünem Hantel-Symbol; Titel Mein Training. Meine App.
KI-generierte Illustration auf Basis eigener Referenzfotos von Sammy Zimmermanns; keine Originalaufnahme der Trainingseinheit.

Meine Fitness-App im Praxistest: Heute musste sie sich dort bewähren, wo ich sie wirklich brauche – beim Training. Am 31. Oktober standen Unterkörper und Core auf dem Programm. Den Hin- und Rückweg zum Fitnessstudio habe ich dabei als Gehtraining genutzt und mit aufgezeichnet. Gleichzeitig war es der Praxistest für die neue Android-Version von Sammys Fitness auf meinem Fairphone.

Mein Eindruck nach dem Test: Die App funktioniert prima. Das freut mich besonders, weil hinter diesem Stand einige ziemlich konkrete Alltagserfahrungen stecken. Eine Bluetooth-Verbindung, die beim Wechsel zu WhatsApp verloren geht. Einstellungen, die ich vor dem nächsten Training wieder zusammensuchen muss. Und eine Trainingsdauer, die nicht zur tatsächlich absolvierten Einheit passt. Genau an diesen Stellen haben wir weitergearbeitet.

Mein Trainingsvormittag: zu Fuß zum Studio, Krafttraining und zurück

Gegen 10:30 Uhr ging es zu Fuß zum Fitnessstudio. Dort folgte mein Unterkörper- und Core-Training, anschließend ging es zu Fuß wieder zurück. Die beiden Geh-Einheiten waren also mein Hin- und Rückweg zum Studio, den ich bewusst als Gehtraining genutzt habe. So ist der Weg gleich mit im Trainingstagebuch erfasst. Im Export stehen für diesen Vormittag drei getrennte Einheiten:

EinheitStartTrainingsdauerGPS-Strecke
Hinweg zum Fitnessstudio10:30 Uhr12:41 Minutenrund 1,06 km
Unterkörper + Core10:54 Uhr38:11 Minuten–
Rückweg vom Fitnessstudio11:41 Uhr12:20 Minutenrund 1,09 km

Zusammen sind das gut 63 Minuten aufgezeichnete Aktivität. Davon entfallen rund 25 Minuten auf den Hin- und Rückweg mit insgesamt etwa 2,15 Kilometern zu Fuß. So gehört auch die Bewegung auf dem Weg zum Training zu meiner Dokumentation. Die Zeiten zwischen den drei Einheiten sind darin nicht enthalten.

18 Sätze für Beine und Rumpf

Beim Krafttraining waren es sechs Übungen mit jeweils drei Sätzen. Die Beinpresse machte den Anfang, danach kamen Beinbeuger, Beinstrecker, Abduktionsmaschine und Wadenheben. Zum Abschluss stand der Unterarmstütz auf dem Plan.

ÜbungUmfangProtokolliertes Gewicht
Beinpresse 45 Grad3 × 12 Wiederholungen125 kg
Beinbeuger sitzend3 × 12 Wiederholungen75 kg
Beinstrecker3 × 12 Wiederholungen95 kg
Abduktionsmaschine3 × 12 Wiederholungen145 kg
Wadenheben stehend3 × 12 Wiederholungen50 kg
Unterarmstütz3 × 60 SekundenKörpergewicht

Damit stehen 18 absolvierte Sätze im Trainingstagebuch. Die Gewichte sind meine Einträge für die jeweils verwendeten Geräte. Beim Unterarmstütz zählt die Haltezeit.

Der Polar H10 hat die Einheit mit aufgezeichnet. Aus den erfassten Pulswerten ergibt sich beim Krafttraining ein zeitgewichteter Durchschnitt von etwa 118 Schlägen pro Minute, der höchste gespeicherte Wert liegt bei 143. Die Pulsdaten ergänzen für mich die Angaben zu Übungen, Sätzen und Dauer.

Warum die Trainingsuhr unabhängig vom Puls laufen muss

Ein wichtiger Anlass für die Weiterentwicklung war mein Training vom Vortag. Eine Krafteinheit von ungefähr 56 Minuten war zunächst mit nur knapp 16 Minuten gespeichert worden. Die Pulserfassung hatte vorzeitig aufgehört. Für ein Trainingstagebuch ist das natürlich ärgerlich: Ich habe meine Sätze gemacht, möchte später aber auch eine nachvollziehbare Dauer sehen.

Die Trainingszeit wird deshalb jetzt aus gespeicherten Start- und Endzeitpunkten berechnet. Satzpausen gehören zur Einheit. Nur wenn ich das Training ausdrücklich pausiere, wird diese Zeit abgezogen. Ob gerade ein Pulssignal ankommt, entscheidet nicht darüber, wie lange mein Training dauert.

Wie sinnvoll diese Trennung ist, zeigt auch der heutige Export: In der Pulsreihe des Krafttrainings gibt es eine Messlücke von knapp 25 Sekunden. Die Trainingsdauer bleibt trotzdem aus Start und Ende nachvollziehbar: 38 Minuten und 11 Sekunden. Messlücken bleiben als solche erkennbar; sie werden nicht mit erfundenen Pulswerten aufgefüllt.

Von der Web-App zur Android-App auf meinem Fairphone

Die Browser-Version von Sammys Fitness bleibt erhalten. Zusätzlich nutze ich jetzt eine native Android-Version mit Capacitor. Bei der Aufzeichnung übernehmen Android-Dienste die Verbindung zum Pulssensor und den Standort. Dadurch hängt die Aufnahme nicht mehr allein daran, dass die App-Oberfläche sichtbar bleibt.

Für meinen Alltag ist das der entscheidende Punkt: Während einer gestarteten Aufnahme möchte ich zu WhatsApp wechseln oder den Bildschirm sperren können. Die App soll dabei weiter aufzeichnen. Android sieht für solche Aufgaben sogenannte Foreground-Services vor, die durch eine laufende Benachrichtigung sichtbar bleiben. Die Android-Dokumentation beschreibt diesen Ansatz für Bluetooth-Verbindungen im Hintergrund.

Heute sind auch für den Hin- und Rückweg zum Fitnessstudio GPS-Punkte im Export vorhanden: 236 auf dem Hinweg und 240 auf dem Rückweg. Damit hat die neue Version inzwischen einen echten Outdoor-Einsatz hinter sich. Die Streckenangaben bleiben GPS-Messwerte. Beim Start dauerte es jeweils einen Moment bis zum ersten verwertbaren Positionssignal.

Eine Garantie gegen jeden Abbruch ist das trotzdem nicht. Ein erzwungenes Beenden der App, ein Neustart oder strenge Energiesparmaßnahmen können eine Aufnahme unterbrechen. Ein funktionierender persönlicher Praxistest ersetzt außerdem noch keinen längeren Test auf weiteren Handys. Diese Grenzen gehören für mich zu einer ehrlichen Beschreibung dazu.

Einmal einstellen und beim nächsten Training wiederfinden

Mindestens genauso wichtig wie die Aufnahme ist mir inzwischen der Ablauf davor. Ich möchte nicht bei jeder Einheit dieselben Schalter erneut aktivieren. Deshalb gibt es jetzt eine zentrale Einstellsektion.

  • Pulssensor: Einmal auswählen und speichern. Beim Trainingsstart versucht die App, diesen Sensor automatisch zu verbinden.
  • Motivationscoach: Aktivierung, Stimme und die gewünschten Abstände der Hinweise bleiben gespeichert.
  • Pulscoach: Auch dessen Aktivierung und Vorgaben bleiben für mein Konto auf diesem Gerät erhalten.
  • Erinnerungen: Wiegen und Training lassen sich mit Uhrzeit und Wochentagen einstellen.

Den Motivationscoach und den Pulscoach habe ich dauerhaft aktiviert. Meine Wiege-Erinnerung ist für montags um 07:30 Uhr geplant. Die Benachrichtigung kommt vom Handy selbst; Android kann ihre Zustellung je nach Gerätezustand verzögern. Die Coaching-Aktivierung bleibt gespeichert, auch wenn die Sprachausgabe nach einem Neustart zunächst eine Berührung der App benötigen kann.

Die Pulsmessung ist außerdem nicht mehr ausschließlich auf den Namen „Polar H10“ zugeschnitten. Kompatible Bluetooth-Pulssensoren mit dem üblichen Herzfrequenzdienst können ausgewählt werden. Mein tatsächlich getestetes Gerät ist weiterhin der H10.

Und ja: Die grüne Hantel gehört wieder dazu

Bei all der Technik gab es noch ein kleines, aber für mich wichtiges Detail: Auf dem Startbildschirm war zunächst ein blaues Standardsymbol zu sehen. Das passte überhaupt nicht zu meiner App. Jetzt ist dort wieder die bekannte grüne Hantel auf dunkelgrünem Hintergrund. Ich kann Sammys Fitness ganz normal über dieses Symbol starten.

Der heutige Vormittag hat für mich beides zusammengebracht: ein dokumentiertes Unterkörpertraining und einen erfolgreichen Praxistest der weiterentwickelten App. So möchte ich sie weiterbauen – aus den Dingen heraus, die mir beim eigenen Training tatsächlich auffallen. Mein heutiges Urteil fällt deshalb erfreulich schlicht aus: Die App funktioniert prima, und ich kann mich wieder mehr aufs Training konzentrieren.

Die Trainingsangaben stammen aus meinem Export vom 31.10.2026. Strecken sind GPS-Messwerte; die Pulsangaben beziehen sich auf die erfassten Messwerte. Die Android-Version befindet sich in meinem persönlichen Praxistest.

Sammy Zimmermanns
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