Meine Fitness-App ist jetzt für alle da: Julie hilft dir mit KI beim Training

Joule, die virtuelle Fitnessassistentin von Shape-Blog, neben der Überschrift „Dein Training. Mit Joule.“ und dem Hinweis „Fitness-App mit KI“.

Eigentlich wollte ich nur mein Training vernünftig aufschreiben. Welche Übungen habe ich gemacht? Wie viel Gewicht war auf der Maschine? Und war ich letzte Woche wirklich fleißiger oder habe ich das nur besonders überzeugend in Erinnerung? Aus diesen Fragen ist nach und nach eine eigene Anwendung geworden. Jetzt öffne ich meine Fitness-App für andere Nutzer. Mit dabei ist die KI-Fitnessassistentin Julie, die dich bei der Trainingsplanung unterstützt. Auch mein BMI-Rechner und der Grundumsatzrechner haben ein ordentliches Update bekommen.

Hier zeige ich dir, was du bereits ausprobieren kannst, wo die KI ins Spiel kommt und welche Grenzen das Ganze hat. Denn eine schöne Oberfläche hebt noch keine Hantel. Ein nachvollziehbarer Plan und ein ordentliches Trainingstagebuch können den Einstieg aber übersichtlicher machen.

Aus meinem privaten Fitness-Tagebuch wird eine App für alle

Shape-Blog begleitet mich schon lange. In meinem persönlichen Rückblick über den Weg zur Traumfigur habe ich beschrieben, wie ich damals wieder Bewegung in mein Leben gebracht habe. Mein aktueller Fitness-Selbstversuch mit 48 erzählt diese Geschichte weiter. Dieser Beitrag handelt dagegen von dem Werkzeug, das dabei entstanden ist.

Ich habe die App entwickelt, um mein Training, mein Gewicht, meine Belastung und meine Fortschritte besser zu dokumentieren. Ich wollte nachsehen können, was tatsächlich passiert ist. Das Gedächtnis ist bei solchen Dingen schließlich manchmal ein ausgesprochen freundlicher Trainingspartner.

Mittlerweile heißt das Projekt Sammys Fitness und ist auch für dich zugänglich. Die Fitness-App-Landingpage erklärt dir den Einstieg. Die eigentliche Fitness-App öffnest du direkt im Browser. Ein gemeinsames Shape-Blog-Konto verbindet beide Bereiche. Deinen persönlichen Trainingsverlauf zeigst du dadurch nicht öffentlich im Blog.

Wer oder was ist eigentlich Julie?

Julie ist die virtuelle Begleiterin meiner Fitness-Plattform. Eine kleine Erklärung zum Namen vorweg: In der aktuellen Oberfläche steht „Joule“, gesprochen wie Julie. Genau diese Schreibweise siehst du deshalb auch auf den Screenshots. Hier im Artikel nenne ich sie Julie.

Sie begegnet dir an zwei Stellen mit unterschiedlichen Aufgaben. Im öffentlichen Grundumsatzrechner führt sie mit vorbereiteten Erklärungen durch fünf Fragen. Dafür wird keine KI mit deinen Eingaben beauftragt. In der App unterstützt sie dagegen die KI-gestützte Wochenplanung: Du beantwortest ein Interview, anschließend kann die KI passende Übungen aus dem vorhandenen Katalog auswählen.

Der Vorteil liegt für mich im geführten Einstieg. Statt vor einem leeren Plan zu sitzen, gehst du Ziel, Zeit und Ausstattung nacheinander durch. Julie ist dabei keine Trainerin, die deine Bewegungen beobachtet. Sie erkennt weder deine Tagesform noch automatisch, ob eine Übung fachlich zu deiner gesundheitlichen Situation passt.

So lässt du dir einen KI-Trainingsplan erstellen

Die Planung findest du nach der Anmeldung im Reiter „Wochenplan“. Über „Mit Joule planen“ beginnt bei vorhandenem Premium-Zugang das Interview. Ohne diesen Zugang führt der Einstieg zur Premium-Übersicht. Du kannst deinen Plan auch kostenlos selbst zusammenstellen.

Julie begleitet die erste Frage des Trainingsplan-Interviews mit der Auswahl zwischen Kraft, Ausdauer und weiteren Trainingszielen
Das aktuelle Planungsinterview beginnt mit deinem Trainingsziel. Weitere Fragen passen sich der Auswahl an; die KI-Planung erfordert Premium-Zugang.

Wenn du einen KI-Trainingsplan erstellen möchtest, fragt Julie nach deinem Hauptziel, etwa Kraft, Ausdauer, Muskelaufbau oder Gewichtsmanagement. Abhängig von deiner Auswahl folgen Fragen zur Kraft- und Ausdauererfahrung, zur Zahl der Einheiten und zu vollständigen Ruhetagen. Auch die Frage, ob Kraft und Cardio am selben Tag stattfinden dürfen, gehört dazu.

Danach kommen deine Zeitbudgets, der Trainingsort und gegebenenfalls deine eigenen Geräte. Du kannst eine Ausdaueraktivität auswählen und Kraftübungen ausschließen. Gesundheitliche Einschränkungen oder bereits fachlich geklärte Belastungsvorgaben lassen sich freiwillig ergänzen. Bei unklaren Angaben kann die KI nachfragen oder auf eine notwendige Abklärung hinweisen.

Ein fiktives Beispiel: Du möchtest Kraft und Ausdauer kombinieren, dreimal pro Woche Kraft trainieren und zuhause mit vorhandenen Kurzhanteln arbeiten. Für Kraft stehen jeweils 45 Minuten zur Verfügung. Solche Antworten bilden den Rahmen des Vorschlags. Zeit und Geräte sollten ehrlich gewählt sein. Die Hantelbank im Wunschzettel zählt leider noch nicht zur Ausstattung.

Erst prüfen, dann übernehmen

Vor der KI-Anfrage steht eine gesonderte Einwilligung. Für die Planung werden deine Interviewantworten und mögliche Rückfragen an OpenAI übermittelt, gegebenenfalls einschließlich freiwilliger Gesundheitsangaben. Name, E-Mail-Adresse und Trainingsverlauf werden nicht automatisch mitgesendet. Gib in freie Felder bitte keine Namen oder Befunde ein.

Die App begrenzt die Übungsauswahl auf ihren Katalog und prüft technische Vorgaben wie Ausstattung und Zeitbudget. Die ausgefüllte Vorschau kannst du anschließend im Detail bearbeiten. Erst deine ausdrückliche Übernahme speichert den Wochenplan im Konto. Bestehende absolvierte Trainings werden dadurch nicht umgeschrieben. Eine technische Prüfung der Vorschläge ist allerdings keine medizinische Freigabe.

Individuelle KI-Rückfragen und Ergebnisbegründungen erscheinen als Text. Die vorbereiteten Sprechclips kannst du einschalten; dafür ist kein laufendes Vorlesen deiner persönlichen Antworten eingebaut. Eine automatische Trainingsanpassung anhand deines Verlaufs oder eine selbstständig lernende Betreuung verspreche ich nicht.

Was kostenlos ist und was Premium kostet

Deine Pläne, die manuelle Planung und dein Trainingsverlauf bleiben kostenlos. Die KI-Planung gehört zu „Joule Premium“ und kostet derzeit 4,99 Euro monatlich oder 39,99 Euro jährlich. Enthalten sind zehn abgeschlossene KI-Planungen oder Überarbeitungen pro Kalendermonat; Rückfragen im selben Dialog sind eingeschlossen. Die jeweils aktuellen Bedingungen stehen in den Abo-Informationen zur KI-Planung.

Mein BMI-Rechner wurde überarbeitet

Der überarbeitete BMI-Rechner beginnt mit zwei leeren Feldern: Körpergröße in Zentimetern und Körpergewicht in Kilogramm. Dezimalwerte funktionieren mit Komma oder Punkt. Nach „BMI berechnen“ siehst du die Zahl, eine ausgeschriebene Einordnung und eine farblich markierte Skala.

BMI-Rechner von Shape-Blog mit leeren Feldern für Körpergröße und Körpergewicht sowie Beispielillustration
Der öffentliche BMI-Rechner startet mit zwei leeren Eingabefeldern. Die Illustration ist ein Beispiel und wird nicht aus deinen Angaben berechnet.

Die Rechnung bleibt bewusst durchschaubar: Gewicht in Kilogramm geteilt durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat. Mit den erfundenen Beispielwerten 170 cm und 70 kg ergibt sich ein BMI von 24,22. Die Anzeige rundet auf zwei Nachkommastellen; für die Kategorie zählt der ungerundete Wert.

BMI-Ergebnis 24,22 bei den fiktiven Werten 170 Zentimeter und 70 Kilogramm, eingeordnet als Normalgewicht
Fiktives Beispiel: 170 cm und 70 kg ergeben einen BMI von 24,22. Zahl, Text und Bereichsmarkierung erklären das Ergebnis.

Du kannst zwischen einer männlichen und weiblichen Beispielillustration wechseln. Das verändert weder Berechnung noch Einordnung. Die KI-erstellten Figuren sind keine Vorschau deines Körpers. Die Kategorien gelten im Rechner gleichermaßen für Frauen und Männer; eine persönliche Körperform wird daraus nicht abgeleitet.

Gerade beim Kraftsport ist diese Grenze wichtig: Der BMI unterscheidet nicht zwischen Fett, Muskeln und Knochen. Ein höherer Wert kann deshalb bei muskulösen Menschen anders einzuordnen sein als bei anderen. Darauf verweist auch die CDC in ihrer Erklärung zum BMI. Eine einzelne Zahl beschreibt weder deine Fitness noch deine Gesundheit vollständig.

Du brauchst dafür kein Konto. Die Eingaben bleiben im Rechner und werden weder gespeichert noch ins Profil übernommen. Auch angemeldete Nutzer erhalten hier keine automatische Verlaufsspeicherung. Wer ergänzend den Körperfettanteil einschätzen möchte, findet einen entsprechenden Link unter der Anzeige.

Grundumsatz berechnen und mit Julie die nächsten Schritte planen

Beim neuen Grundumsatzrechner mit Julie habe ich das lange Formular durch einen geführten Ablauf ersetzt. Du startest das Interview und beantwortest nacheinander fünf Fragen: Formelvariante, Alter, Körpergröße, Gewicht und Alltagsaktivität. Über „Zurück“ kannst du Antworten korrigieren.

Julie, in der Oberfläche Joule genannt, neben dem Start des öffentlichen Energiebedarfsinterviews
Julie ist direkt im Grundumsatzrechner eingebunden. Die Oberfläche verwendet die Schreibweise Joule, gesprochen wie Julie.
Vierte Frage im Grundumsatzrechner mit der fiktiven Gewichtseingabe 68,5 Kilogramm und Julie links daneben
Fünf Fragen statt eines langen Formulars: Hier wird das fiktive Beispielgewicht von 68,5 kg eingegeben.

Julie erklärt die Schritte mit Texten und auf Wunsch mit vorbereiteten Sprechclips. Der Ton startet ausgeschaltet. Deine persönlichen Ergebniszahlen werden angezeigt, aber nicht individuell neu eingesprochen. Die Rechnung erfolgt im Browser; es entsteht kein Profileintrag und keine KI-Anfrage mit deinen Angaben.

Zwei Werte, zwei unterschiedliche Aussagen

Der Grundumsatz beschreibt den Energiebedarf für grundlegende Körperfunktionen in Ruhe. Der Gesamtenergieumsatz berücksichtigt zusätzlich die Aktivität. Streng genommen unterscheiden sich Grundumsatz und Ruheenergieverbrauch durch ihre Messbedingungen. Unser Rechner schätzt den Ruhebedarf mit der überarbeiteten Harris-Benedict-Formel nach Roza und Shizgal von 1984.

Für die männliche Variante lautet sie: 88,362 + 13,397 × Gewicht + 4,799 × Größe − 5,677 × Alter. Für die weibliche Variante: 447,593 + 9,247 × Gewicht + 3,098 × Größe − 4,330 × Alter. Gewicht wird in Kilogramm, Größe in Zentimetern und Alter in Jahren eingesetzt.

Anschließend multipliziert der Rechner den Ruhebedarf mit einem von fünf Aktivitätsfaktoren: 1,2, 1,45, 1,65, 1,85 oder 2,2. Die Auswahl reicht von fast ausschließlich sitzend oder liegend bis körperlich sehr aktiv. Du beurteilst deinen Alltag einschließlich Bewegung und Sport als Gesamtbild. Ein zusätzlicher pauschaler Trainingsaufschlag wird nicht addiert.

Energiebedarfsrechner mit rund 1460 Kilokalorien Grundumsatz und 2410 Kilokalorien Gesamtenergieumsatz aus fiktiven Angaben
Fiktives Beispiel: weibliche Formel, 35 Jahre, 172 cm, 68,5 kg und Aktivitätsfaktor 1,65. Beide Ergebnisse sind gerundete Schätzwerte pro Tag.

Unser fiktives Rechenbeispiel verwendet die weibliche Formel, 35 Jahre, 172 cm, 68,5 kg und Faktor 1,65. Angezeigt werden gerundet etwa 1.460 kcal Grundumsatz und 2.410 kcal Gesamtenergieumsatz pro Tag, zusätzlich in Kilojoule. Du kannst deine Angaben im Ergebnis gezielt ändern oder neu starten.

Beim Abnehmen hilft der Gesamtbedarf, Energiezufuhr und Verbrauch über längere Zeit einzuordnen. Der Ruhebedarf allein ist dafür kein vollständiges Tagesbudget. Ein berechneter Bedarf bleibt ein Schätzwert, kein automatisch festgelegtes Abnehmziel. Die DGE erläutert die Rolle von Ruhebedarf und körperlicher Aktivität. Individuelle Abweichungen sind möglich.

Wichtig für den nächsten Schritt: Julie ist bereits im Rechner sichtbar. Eine automatische Übergabe deiner Zahlen an ihre KI-Trainingsplanung gibt es derzeit jedoch nicht. Dafür öffnest du die Fitness-App und beginnst dort ein eigenes Interview. So wird aus einer Kalorienschätzung auch nicht stillschweigend eine Trainingsvorgabe.

Was meine Fitness-App bereits kann

Die Fitness-App mit KI hat auch jenseits der Planung einiges an Bord. Der Katalog enthält 617 Übungen mit Bildern und Erläuterungen. Du kannst Krafttraining und Cardio dokumentieren, Sätze abhaken, Gewichte und Wiederholungen festhalten und den Pausen-Countdown verwenden. Gespeicherte Einheiten findest du im Verlauf; Diagramme helfen beim Blick auf die Entwicklung.

Die Web-App lässt sich über einen geeigneten Browser auf dem Startbildschirm installieren. Ein offenes Training kann auf deinem Gerät als Entwurf erhalten bleiben. Anmeldung, Laden gespeicherter Trainings und endgültiges Speichern benötigen Internet. Die App ist deshalb kein Versprechen, dass sämtliche Funktionen ohne Verbindung verfügbar sind.

Optional lässt sich ein Polar H10 über Web Bluetooth verbinden. Dafür brauchst du einen unterstützten Browser, beispielsweise Chrome auf Android. In Safari auf dem iPhone steht diese Live-Pulsverbindung nicht zur Verfügung. Für Trainingsplanung und Dokumentation ist ein Pulsgurt keine Voraussetzung.

So kannst du dich registrieren und die App ausprobieren

Die öffentliche Registrierung für die Fitness-App ist erreichbar. Du gibst deine E-Mail-Adresse ein und bestätigst, dass du mindestens 18 Jahre alt bist. Ein Anzeigename ist optional. Über den Bestätigungslink setzt du dein Passwort. Zahlungsdaten oder Gesundheitsangaben verlangt die Registrierung nicht.

Öffentliches Shape-Blog-Registrierungsformular mit E-Mail-Feld, optionalem Anzeigenamen und getrenntem freiwilligem Newsletter-Angebot
Ein Konto für Blog und App: Die Registrierung fragt keine Zahlungs- oder Gesundheitsdaten ab. Der Newsletter bleibt freiwillig.

Danach meldest du dich an und aktivierst „Training & Ernährung“ für dein Trainingstagebuch. Andere Messbereiche entscheidest du separat. Auch der Newsletter ist freiwillig und benötigt eine eigene Bestätigung. Wenn du bereits ein Shape-Blog-Konto besitzt, kannst du dieses verwenden.

Zum Ausprobieren musst du also kein Premium-Abo abschließen. Schau dir zuerst die App an, plane selbst und dokumentiere dein Training. Ob dir die Unterstützung durch einen KI-Fitnesscoach zusätzlich hilft, kannst du anschließend entscheiden.

Was ich in Zukunft noch vorhabe

Ich möchte das Projekt anhand der praktischen Nutzung weiterentwickeln. Verständliche Abläufe, nachvollziehbare Vorschläge und ehrliche Rückmeldungen sind mir dabei wichtiger als die nächste große Funktionsliste. Einen festen Termin für zusätzliche Funktionen verspreche ich hier nicht. Was später kommt, soll im Alltag auch brauchbar sein.

Mein Fazit: Fitness, KI und ein ziemlich spannendes Projekt

Aus meinem eigenen Dokumentationsbedarf ist eine Plattform geworden, die du jetzt ebenfalls nutzen kannst. Die KI-Fitnessassistentin Julie ergänzt das Trainingstagebuch um eine geführte Planung. Die Rechner helfen dabei, einzelne Zahlen besser zu verstehen. Trainieren, Vorschläge prüfen und auf den eigenen Körper achten müssen wir weiterhin selbst.

Ein Trainingsplan mit künstlicher Intelligenz ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder physiotherapeutische Beurteilung. Besonders bei Beschwerden oder unklaren Belastungsgrenzen ist persönliche fachliche Unterstützung nötig. Julie kann dabei helfen, Fragen zu sortieren. Sie kann dir keine medizinische Sicherheit garantieren.

Wenn du neugierig bist: Schau dir Sammys Fitness an oder erstelle dein kostenloses Shape-Blog-Konto. Ich freue mich, wenn aus meinem privaten Werkzeug auch für dein Training etwas Nützliches wird.

Sammy Zimmermanns
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